17. Mai 2018

Greetsiel - hier wirst du zum Ostriesen

Moin - gar nich‘ lang schnacken, sagen wir es so, wie es ist: Greetsiel ist einfach unglaublich sympathisch und total MOViVA! Obwohl touristisch hoch frequentiert, hat sich Greetsiel den Charme einer kleinen, putzigen, ostfriesischen Fischergemeinde bewahrt. Irgendwie stören die vielen Menschen nicht. Anders, als in anderen beliebten Urlaubs- und Ausflugszielen, gehören die Besucher dazu, werden Teil der ostfriesischen Gelassenheit, des „Lebensgefühls Greetsiel“. Die Nordsee, die Saltzwiesen entlang der Eindeichung, friedlich weidende Schafe, der alte Fischereihafen und natürlich die Greetsieler Krabben bestimmen das Leben abseits des Tourismus.

Die vergleichbar schnelle Anreise aus den nahegelegenen Metropolen - sogar Ruhrgebiet und Münsterland liegen nur gut zweieinhalb Autostunden entfernt - macht Greetsiel zu einem idealen Hotspot für alle Nordseeliebhaber. Vor allem an Wochenenden mit Schönwetter-Prognose herrscht im alten Hafen, im historischen Ortskern und entlang der Radwege ein buntes Treiben. Die Autokennzeichen verraten, woher die Stadtflüchtlinge kommen. In Greetsiel ist die Herkunft egal, hier lässt man einfach die Seele baumeln. Alle schlendern entspannt durch die Gassen, entlang der Promenade oder zwischen Deich und Wiesenland. Überall sitzen tiefenentspannte Gast-Ostriesen, wohlfühl-grinsend mit knibbelnden Augen beim Blick in die Sonne und, wenn es etwas kühler wird, kuschelig eingemümmelt in warme Decken vor den Cafés, Restaurants und Kneipen.

Jenseits von aller Hektik ist das Fahrrad bereits das empfehlenswert schnellste Fortbewegungsmittel. Und ein guter Tipp, denn das Umland lässt sich auf dem Drahtesel am aller besten erfahren. Ansonsten empfehlen wir Schlendern, Stehenbleiben, Schauen, Staunen, Hinsetzen, Genießen, Entspannen und ein Stückchen weiterschlendern. An jeder Ecke kann man leckere, typisch nordische Köstlichkeiten genießen. Egal ob flüssig oder als deftiger Happen für den kleinen oder großen Hunger. An lebhaften Tagen empfiehlt es sich aber, in einem der vielen Restaurants abends einen Tisch zu reservieren. Unser Tipp abseits der klassisch ostfriesischen Tellergerichte: Der Italiener „La Dolce Vita“ direkt am Hafen, der bei ausgesuchten Spezialitäten echt traditionelle italienische Küche mit den Einflüssen und fangfrischen Köstlichkeiten der Region vermischt. Uns hat das sehr gut gefallen. Wer Lust auf frischen Fisch und Nordseekrabben hat, geht zu de Beer. Alles frisch und lecker, nur die nüchterne  Imbiss-Atmosphäre will nicht so recht passen. Aber Krabben über’m Frühstücksrührei schmecken zuhause eh am besten.

Bei unserem letzten Besuch im Oktober hatten wir unglaubliches Glück mit dem Wetter. Entsprechend gut besucht war das kleine Fischerdörfchen. Aber ab acht, neun Uhr abends ist der „Spuk“ vorbei. In der Gastronomie werden zeitig die Stühle hochgestellt, die Gassen sind plötzlich menschenleer. Nur im „Hafenkieker“ brennt noch Licht. Unser Tipp: Eine urgemütliche Hafenkneipe für Ostriesen und alle, die es gerne sein oder werden möchten. Ein oder zwei Absacker-Bierchen und ebenso viele gute Geschichten Seemannsgarn gehen immer.

Mehr Infos finden Sie auf der offiziellen Webseite der Gemeinde Krummhörn-Greetsiel

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